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Samstag, 13. November 2010

Der Unterschied zwischen dem Guru und einem Lehrer von Paramhansa Yogananda,Inner Culture, 1936

Die Beziehung zwischen einem Guru und seinem Schüler stellt den einzig wahren Weg für die Seele dar, um ihre Schritte zu Gott zurückzuverfolgen.

Zu Beginn ist es ratsam, verschiedene spirituelle Pfade und Lehrer zu vergleichen. Aber wenn man schließlich den wahren Guru und die wahre Lehre gefunden hat, muß die Suche aufhören. Der Durstige sollte nicht weiter nach Quellen suchen, sondern zur besten Quelle gehen, um täglich von ihrem Nektar zu trinken. Das ist der Grund weshalb wir in Indien anfangs viele Wege ausprobieren, bis wir den wirklichen Meister gefunden haben, dem wir dann durch Tod und Ewigkeit, bis zur letzten Erlösung, treu bleiben. Wir können zunächst viele Lehrer haben, aber nur einen Guru und keine Lehrer danach.

Lehrer bezeichnen diejenigen, die von ihnen lernen, Schüler. Aber ein Guru nennt den spirituell Strebenden, der zu ihm kommt, seinen Jünger. Jesus selbst sagte: “Niemand kommt zum Vater ausser durch Mich”. Das bedeutet, daß menschliche Seelen meist irrende Kinder Gottes sind, die in der Wildnis des Schmerzes fern von Ihm unherwandern. Solche Seelen werden angetrieben von der Geißel des Leidens, um einen schwachen Schimmer des von ihrem mit Spiritualität gesegneten verlorenen Zuhause zu erhaschen. Sie beginnen sich nach Gott zu sehnen und beten innerlich für einen Weg aus dem Rätsel des Lebens heraus. Wenn die Gebete solch umherirrender Kinder tief und stark genug sind, wird Gott berührt und sendet seine Hilfe. Dann wird der einzig wahre Vater einen “Superman” auf die Erde senden, um den suchenden Seelen zu helfen. Solch ein Mensch, der von Gott bestimmt ist, dem Menschen als Antwort auf innige Gebeten zu helfen, ist kein normaler Lehrer, sondern ein Guru bzw. ein Vermittler, dessen Körper, Sprache, Geist und Spiritualität Gott benutzt, um die verlorenen Seelen in das Reich der Unsterblichkeit zurückzubringen.

Dadurch, dass unsere Wünsche, die Wahrheit kennenzulernen, anfangs noch unklar sind, begegnen wir zu Beginn nur kleineren Lehrern. Aber der Guru ist die lebende Verkörperung der Heiligen Schriften und die von Gott wirkende und ernannte Kraft der Erlösung, die auf die Bedürfnisse des Devotees antwortet und ihn von der Knechtschaft der Materie befreit.

Es ist sehr schwierig, den richtigen Weg unter den vielen religiösen Pfaden und unterschiedlichen religiösen Gesinnungen zu finden. Die meisten Menschen, die von Kirche zu Kirche wandern, um intellektuelle Inspiration zu suchen, werden Gott niemals finden, denn intellektuelle Inspiration ist nur solange notwendig, bis man beginnt, Gott zu “trinken” [innerlich aufzunehmen und zu erfahren]. Ansonsten ist intellektuelle Inspiration (wenn sie vergisst Gott zu “schmecken”) schädlich für die Selbstverwirklichung.

Es ist leichter, einem lebenden, atmenden und sprechenden Menschen (der die Wahrheit lebt) zu folgen, als leblosen, stummen Schriften. Wenn ein Heiliger sein Ziel erreicht hat, sei es durch den kürzeren Yogaweg oder durch den längeren spirituellen Gebetsweg, erfährt er tatsächliche Selbstverwirklichung. Jeder der ihm folgt, wird mit Sicherheit das Ziel erreichen, egal mit welcher Methode. Anders als einfache Gebete, können nur wahre Gebete die bewußte Antwort von Gott empfangen, die in intensiver Meditation ständig über viele Stunden gesprochen werden müssen, bis die göttliche Antwort kommt.

Normalerweise gibt es ein augenblickliches Wiedererkennen zwischen Guru und Jünger. Manchmal dauert es jedoch lange, bis man sich bewußt an die vergangene enge Freundschaft erinnert, oder an die vergessene Erinnerung früherer Inkarnationen, die lange unter den Aschehaufen der Unwissenheit verborgen blieb.

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