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Sonntag, 5. Dezember 2010

Adventsgedicht


Es bläst der Wind, es friert, es schneit,
man merkt es schnell: Es adventet die Zeit.
Über Wald und Flur legen sich weiße Decken,
die Autos fahren nun alle wie Schnecken.

Von irgendwo hört man "Oh friedvolle Zeit",
man weiß halt: Weihnachten ist nicht mehr weit.
Auf Bäumen, Sträuchern und Tannenspitzen
sieht man jetzt immer mehr Schneeflocken sitzen.

Im Mondschein funkelt so manches Eis,
es weihnachtes sehr, wie nun jeder weiß!
Ein Mann schleppt nen Baum, man sieht ihn schwitzen,
doch da rutscht er aus - jetzt ist er am sitzen.

Im Gestrüpp hört man es knacksen und knistern,
es ist ein Häschen, es sucht nach den Geschwistern.
Schneeflocke für Schneeflocke fällt so dahin,
mancher freut sich: "Zum Glück bin ich drin."

Drinnen im Haus nun beginnt emsiges treiben,
die älteste Tochter schneidet Stollen in Scheiben.
In der Küche formt Mama Lebkuchenherzen,
im Wohnzimmer kämpft derweil Papa mit Kerzen.

Das Baby ist begeistert und ganz auf touren,
es fand Mamas Schminke - man sieht's an den Spuren.
Im Kamin knistert und brennt hell das Feuer,
Opa ließt stöhnend Zeitung: "Das Öl wird teuer".

Oma sucht verzweifelt nach dem Krippenkind,
damit alle Figuren zusammen sind.
Klein-Erna ist schon angestrengt am sinnen,
was das Christkind wohl möge bringen.

Ein großer Schlund tut sich auf - man muß es erwähnen,
Mieze sitzt auf dem Sofa und ist am gähnen.
Aus der Ecke kommt Wuffti jetzt angekrochen,
man sieht es ihm an: Er hat den Braten gerochen.

Von Ferne schallt rüber der Glockenklang,
im Radio hört man nen Weihnachtsgesang,
es ist das Lied der "Stillen Nacht"
da hat was im Wohnzimmer furchtbar gekracht.

Der Weihnachtsbaum fiel, man hört Papa schimpfen,
und obendrein auch noch den Baum verwünschen.
Miez schlummerte ein, nun ist sie erwacht,
erkennt die Gefahr und verschwindet nun sacht.

Es ist nun die "Vorzeit", der friedvolle Advent,
man kann es auch sehn: Eine Kerze brennt.
Doch halt einmal ein, ist uns noch klar,
was eigentlich der Sinn dieser Feier war?

Es geht um die größte Geschichte der Zeiten
Dafür ist man ein Fest am vorbereiten.
Gott schickte den Retter, seinen Sohn,
der kam herab, verließ des Vaters Thron.

Er kam auf die Erd um Frieden zu geben,
allen, die nach seinem Wort wollen leben
Jesus Christ und Friedefürst wird er genannt,
hast Du den Erlöser den schon erkannt?

Ist bei Dir schon der Friede eingekehrt,
wie es die Bibel uns auch so lehrt?
Wir wünschen nun allen besinnliche Stunden,
hier und dort in Familienrunden.

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