❀*◦.❤*◦.❀ Follow the way of LOVE ❀*◦.❤*◦.❀ -- ❀*◦.❤*◦.❀ Let the LOVE flow ❀*◦.❤*◦.❀ -- ❀*◦.❤*◦.❀ Be LOVE and Peace ❀*◦.❤*◦.❀

Mittwoch, 12. Januar 2011

Stille

Die Erziehung zur Stille, zum Schweigen, begann schon sehr früh. Wir lehrten unsere Kinder, still zu sitzen und Freude daran zu haben. Wir lehrten sie, ihre Sinne zu gebrauchen, die verschiedenen Gerüche aufzunehmen, zu schauen, wenn es allem Anschein nach nichts zu sehen gab, und aufmerksam zu horchen, wenn alles ganz ruhig schien. Ein Kind, das nicht stillsitzen kann, ist in seiner Entwicklung zurückgeblieben.
( Sollte uns allen, gerade in der heutigen Zeit, viel zu Denken geben ). Übertriebenes, auffälliges Benehmen lehnten wir als unaufrichtig ab, und ein Mensch, der pausenlos redete, galt als ungesittet und gedankenlos. Ein Gespräch wurde nie übereilt begonnen und hastig geführt. Niemand stellte vorschnell eine Frage, mochte sie auch noch so wichtig sein, und niemand wurde zu einer Antwort gezwungen. Die wahrhaft höfliche Art und Weise, ein Gespräch zu beginnen, war eine Zeit gemeinsamen stillen Nachdenkens; und auch während des Gespräches achteten wir jede Pause, in der der Partner überlegte und nachdachte.

Für die Dakota war das Schweigen bedeutungsvoll. In Unglück und Leid, wenn Krankheit und Tod unser Leben überschatteten, war Schweigen ein Zeichen von Ehrfurcht und Respekt; ebenso, wenn uns Grosses und Bewundernswertes in seinen Bann schlug. Für die Dakota war das Schweigen von grösserer Kraft als das Wort.

Luther Standing Bear

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen