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Donnerstag, 17. März 2011

Ein Brief aus Japan ...

Schönheit inmitten des Chaos.
Hallo meine lieben Freunde, zunächst möchte... ich danke sagen, für eure Anteilnahme. Ich bin sehr berührt. Ich möchte mich auch für eine allgemeine Nachricht an euch entschuldigen. Aber es scheint im Moment der beste Weg für eine Botschaft an euch zu sein. Die Dinge hier in Sendai waren eher surreal. Aber ich bin sehr gesegnet, für die wunderbaren Freunde, die mir geholfen haben eine Menge zu haben. Mein zuhause verdient diesen Begriff nicht mehr, ich bin jetzt bei einem Freund zu Hause. Wir teilen grundsätzliche Dinge wie Wasser, Nahrung und eine Kerosin-Heizung. Wir schlafen in einem Raum, essen bei Kerzenlicht, tauschen Geschichten aus. Es ist warm, freundlich und schön. Tagsüber helfen wir uns gegenseitig in unseren Häusern aufzuräumen. Die Menschen sitzen in ihren Autos, schauen Nachrichten auf ihrem Navigationsbildschirm oder stellen sich an, um Trinkwasser zu erhalten, wenn eine Quelle geöffnet ist. Wenn bei jemandem zu Hause Wasser läuft, setzen sie ein Signal, damit die Menschen kommen, um ihre Krüge und Eimer zu füllen. Absolut erstaunlich, wo ich bin hat es keine Plünderungen, keine Rangeleien in den Schlagen gegeben. Die Menschen lassen ihre Haustür offen, da es bei weiteren Nachbeben sicherer ist. Die Leute sagen immer: "Oh, das ist, wie früher in alten Zeiten, als noch jeder jedem geholfen hat.“ Beben kommen immer, letzte Nacht etwa alle 15 Minuten. Sirenen sind konstant und Hubschrauber fliegen oft über unsere Köpfe hinweg. Wir hatten letzte Nacht für ein paar Stunden Wasser in unseren Häusern, und jetzt ist es für einen halben Tag. Strom kam an diesem Nachmittag. Gas ist noch nicht. Aber all dies immer nur bereichsweise. Einige Leute haben diese Dinge, andere nicht. Niemand hat sich seit mehreren Tagen gewaschen. Wir fühlen uns schmuddelig, aber es gibt so viel wichtigere Sorgen als die, jetzt für uns. Ich liebe dieses Ablösen von Unwesentlichen. Leben voll auf der Höhe der Instinkte, der Intuition, der Fürsorge, von dem, was zum Überleben notwendig ist, nicht nur von mir, sondern von der gesamten Gruppe. Es gibt merkwürdige Parallelen, die im Universum passieren. Es herrscht großes Chaos in und um die Häuser herum, an einigen Stellen sieht man Futons oder Wäsche zum Trocknen in der Sonne. Die Leute stehen Schlange für Wasser und Nahrung, und ein paar Leute machen einen Spaziergang mit ihrem Hund. Alles geschieht gleichzeitig. Einen unerwarteten Hauch von Schönheit sind erstens, die Stille der Nacht, keine Autos und niemand auf der Straße. Und der Himmel in der Nacht ist mit Sternen übersät. Ich kann in der Regel etwa zwei Sterne sehen, aber jetzt ist der ganze Himmel voll damit. Die Berge in Sendai sind klar zu sehen mit der frischen Luft und die Silhouette zeichnet sich gegen den Himmel prächtig ab. Und die Japaner selbst sind so wunderbar. Ich komme jeden Tag zurück zu meiner Hütte um nach ihr zu schauen und zu prüfen, ob Strom eingeschaltet ist, damit ich diese E-Mail senden kann. Dabei finde ich Nahrung und Wasser vor meiner Haustür. Ich habe keine Ahnung von wem, aber es ist da. Alte Männer in grünen Hüten gehen von Tür zu Tür um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Die Leute reden mit Fremden, fragen, ob sie Hilfe brauchen. Ich sehe keine Anzeichen von Furcht. Resignation, ja, aber keine Angst oder Panik. Sie sagen uns, wir können Nachbeben erwarten, und auch größere Beben, für einen Monat oder mehr. Wir spüren permanent zittern, rollen, schütteln und rumpeln. Ich bin gesegnet, dass ich in einem Teil von Sendai bin, welcher ein bisschen erhöht ist und ein wenig fester als andere Teile. Also, so weit ist dieses Gebiet besser dran als andere. Letzte Nacht kam mein Freund aus dem Binnenland, um Nahrung und Wasser zu bringen. Wir sind erneut gesegnet. Manchmal in dieser Zeit realisiere ich aufgrund von direkter Erfahrung, dass tatsächlich eine enorme kosmische Evolutionsstufe in diesem Moment auf der ganzen Welt auftritt. Und irgendwie, wie ich die Ereignisse jetzt in Japan erfahre, kann ich fühlen wie sich mein Herz weit öffnet. Mein Bruder fragte mich, ob ich mich klein fühle, aufgrund dessen was gerade geschieht. Mache ich nicht. Vielmehr fühle ich mich als Teil von etwas, welches viel größer ist als ich. Diese Welle der Geburt (weltweit) ist hart, und doch herrlich. Nochmals vielen Dank für eure Fürsorge und Liebe zu mir, mit Liebe im Gegenzug an euch alle, Anne.

Übersetzt von Kira Breuer und einer ihrer Kolleginnen...Danke ♥

1 Kommentar:

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